Verzeihe mir

Gedankenlos und halb verwirrt,
mein Herz hier durch die Gegend irrt.

Mags nicht sagen,
gar nicht sehn.

Mag nichts wagen,
würd gern gehn.

Wollt nie klagen,
hier nicht stehn.

Sollt ichs wagen,
zu dir gehn?

Ohne jedes Wort zu sagen,
stehst du da, ganz steif und starr.

Wie Rosen, die auf Dornen lagen,
irre Blicke, kalt und warr.

Will mich zwingen,
nicht zu schrein.

Mit mir ringen,
nicht zu weinen.

Doch plötzlich,
ja ganz unerwartet,
stehst du nahe ganz bei mir.

Wie lange hab ich drauf gewartet,
wag mich langsam vor zu dir.

Wie Irrlichter die Sinne schwinden,
die Arme sich zu einem winden.

und plötzlich,
da gestehst du mir:
“Ich liebe dich! Verzeihe mir!”

(ein Liebesgedicht von Julia)

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